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News über Hanf

Neues vom Hanf

Neues vom Hanf

Gut gedämmt mit Zeitung, Stroh und Hanf

4.2.2013
"die umweltberatung" empfiehlt Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Dämmen bedeutet sparen, und zwar Heizkosten und Treibhausgase. Dämmmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen wie zum Beispiel Zellulose oder Hanf wird umweltschonend hergestellt. "die umweltberatung" berät bei der Auswahl und stellt in der Broschüre „Dämmstoffe richtig eingesetzt“ 23 Dämmstoffe mit ihren Eigenschaften und Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt vor.

„Dämmen ist ein wichtiger Beitrag zum Energiesparen und zum Klimaschutz. Hinsichtlich ihrer Herstellung sind Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen den synthetischen Materialien überlegen und daher erste Wahl“, erklärt DIin Ingrid Tributsch, Energieexpertin von "die umweltberatung". (Foto: Hanf und Schafwolle, Sabine Seidl, "die umweltberatung")

Außenwände ökologisch dämmen

Für die Außenwanddämmung werden aus Kostengründen meist Polystyrolplatten (XPS und EPS, so genanntes Styropor) verwendet. Bei der bundesweiten Förderung mit dem „Sanierungsscheck 2013“ gibt es dafür € 500,- zusätzlich. Es ist ratsam, ein Vergleichsangebot für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen einzuholen.

Mit Zeitungspapier ausstopfen

Das Ausgangsmaterial für Zellulosedämmstoff ist Zeitungspapier, das zerfasert und zum Schutz gegen Brand und Schädlinge mit Chemikalien versetzt wird. Die Umweltbelastung bei der Herstellung ist im Vergleich zu synthetischen Materialien sehr gering. Zellulose wird aufgeschüttet oder mittels Gebläse verarbeitet. Sie eignet sich zum Dämmen von Hohlräumen zwischen Dachsparren, Balkendecken und Holzständerwänden. Zellulosedämmstoff kann bei Umbauten oder beim Abreißen von Gebäuden abgesaugt und neuerlich eingeblasen werden.

Dämmschicht vom Acker: Stroh

Stroh ist regional in Hülle und Fülle verfügbar und ein günstiger, ökologischer Dämmstoff. Es kommt in Form von Strohballen, Strohbauplatten oder schalldämmenden Strohhäckselziegeln zum Einsatz.

Vielfältig einsetzbar: Hanf

Dämmstoff aus Hanf ist von Natur aus gegen Schädlinge resistent, weil die Pflanze Bitterstoffe enthält. Die Hanffaser ist sehr reißfest und feuchtigkeitsbeständig und hat gute Dämmwerte. Gegen Brennbarkeit werden Soda, Ammoniumphosphat oder Borsalz eingesetzt. Hanf kommt in Form von Dämmplatten, Stopfmaterial, Trittschallplatten und losen Hanfschäben zum Einsatz.

Weitere nachwachsende Rohstoffe für die Dämmung sind Schafwolle, Flachs, Holzfasern, Kork, Kokosfasern und Schilf.

Achten auf Treibhausgase

Wenn es doch Polystyrolplatten sein sollen, ist es wichtig, auf HFKW-Freiheit zu achten. Denn diese Treibhausgase, die in Kühlschränken schon lange durch umweltfreundlichere Gase ersetzt wurden, sind viel klimaschädlicher als beispielsweise CO2. Mehr dazu im Infoblatt „Wärmedämmung“.

Information

Die Broschüre „Dämmstoffe richtig eingesetzt“ enthält Informationen über natürliche und synthetische Dämmstoffe, ihre Verarbeitung sowie Konstruktionsbeispiele. Sie ist um € 5,- plus € 2,65 Versandkosten bei "die umweltberatung" erhältlich. Bestellung und Beratung zum energieeffizienten Renovieren und Bauen bei "die umweltberatung", Tel. 01 803 32 32. Online-Bestellung auf www.umweltberatung.at/onlineshop.

Das Infoblatt Wärmedämmung gibt es auf www.umweltberatung.at zum kostenlosen Download.

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Weitere Infos: Die Umweltberatung

Hanf Der verkannte Stoff

Hanf - damit verbinden viele Menschen sofort die Droge Marihuana mit ihrer berauschenden Wirkung. Deswegen war der Anbau von Hanf in Deutschland von 1982 bis 1995 sogar verboten. Dieses negative Image lässt gerne vergessen, dass Hanf aber vor allem eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt ist.

Stand: 14.11.2012

 

 

 

 

Hanffeld | Bild: BR / Susanne Delonge

 

Der Link zum video oder  auf´s Bild klicken

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/faszination-wissen/fawi-hanf-baumwolle-104.html

 

 

Ein Film von Susanne Delonge

Man kann aus Hanf sogar Kleidung herstellen. Und das umweltfreundlicher als aus Baumwolle. Hanf wurde in vergangenen Jahrhunderten außerdem in der Seefahrt verwendet, für Seile und Segeltuch, und zur Papierherstellung. Dann brachte ein Inhaltsstoff die altgediente Nutzpflanze in Verruf: Tetrahydrocannabiol, kurz THC, hat eine berauschende Wirkung und wird daher von manchen als Droge konsumiert.

Fakten der Woche

Hanffeld | Bild: BR / Susanne Delonge zur Bildergalerie Bildergalerie Hanf

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In Deutschland dürfen deshalb nur noch spezielle Hanfsorten angebaut werden, so genannter Nutzhanf. Im Gegensatz zu herkömmlichen Hanf darf Nutzhanf nur noch bis zu 0,2 Prozent THC enthalten. Ob dieser Grenzwert eingehalten wird, überprüft die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Das Misstrauen gegenüber der Pflanze ist trotzdem groß. Das bekommen die wenigen Landwirte zu spüren, die der Pflanze eine Chance geben wollen: Besorgte Eltern schickten schon mal die Polizei auf den Hof eines Hanf-Bauern.

Hanf - eine umweltfreundliche Alternative

Obwohl Hanf früher als Rohstoff für Kleidung ganz normal war, hat ihn Baumwolle inzwischen fast ganz verdrängt: Heute werden die meisten Textilien aus Chemiefasern oder Baumwolle hergestellt. 25 Millionen Tonnen Baumwolle werden jährlich geerntet - zum Schaden der Umwelt: Baumwolle muss beim Anbau stark bewässert und mit Pestiziden behandelt werden. Auch Bio-Baumwolle ist da kein Ausweg:

"Es ist sehr schwer nachvollziehbar, ob man wirklich ein kontrolliert biologisch angebautes Baumwollprodukt kauft oder nicht. Der Verbraucher kann das nicht nachvollziehen. Es ist einfach eine Sache des Marketings, es ist eine Gewissensberuhigung, manche sprechen auch vom sogenannten 'Greenwashing', also dem Ganzen einfach einen grünen Anstrich zu geben, indem man Produkte verkauft, die vermeintlich biologisch sind. Die biologische Baumwolle hat aber ähnliche Probleme wie die konventionelle - vielleicht werden ein bisschen weniger Pestizide verwendet, aber Wasser braucht die Pflanze trotzdem zum Wachsen."

Kai Nebel, Textilforscher, Hochschule Reutlingen

Hanf wäre eine umweltfreundliche Alternative zur Baumwolle, um Stoffe zu produzieren. Doch noch gibt es bei der Ernte und bei der Verarbeitung Probleme:

Steckbrief Hanf

Nachteile

  • Hanfstängel und -fasern sind widerspenstig. Sie können nur mit viel Personal von Hand oder mit speziellen Maschinen geerntet werden. Weil es solche Maschinen nicht zu kaufen gibt, kommen derzeit meist umgebauten Mähdrescher zum Einsatz.

  • Auch bei der Verarbeitung gibt es Probleme: Herkömmliche Spinnmaschinen sind an die geschmeidigeren Baumwollfasern angepasst.

  • Hanf-Bauern bekommen bislang kaum Geld für Hanffasern, deshalb sammeln sie die ölhaltigen Samenkörner und verarbeiten sie zum - weitaus lukrativeren - Hanföl. Für die Ernte ist das von Nachteil, da man feinere Fasern bekommen würde, wenn man dichter säen und auf die Samenernte verzichten würde.

  • Hanfstroh braucht bei der Lagerung viel Platz und ein Transport ist teuer, sodass sich weite Wege nicht lohnen.

  • Noch gibt es in der industriellen Verarbeitungskette von Hanf so große Lücken in Deutschland (Mäh- und Spinnmaschinen), dass er bisher nicht in großem Stil zur Textilproduktion genutzt werden kann.

Vorteile

Hanf-Jeans aus Bayern

Zum Durchklicken

Jeans aus Hanf | Bild: BR / Susanne Delonge zur Bildergalerie Bildergalerie Wie aus Hanf eine Hose wird hier geht es weiter

Landwirt Karl Knorsch aus Tauberbischofsheim ist seit Jahren der erste Bauer, der in Bayern wieder Hanf zur Textilproduktion anbaut. Um den Hanf zu ernten, muss er einen umgebauten Mähdrescher anmieten. Da in Europa nur noch eine Handvoll Fabriken den Nutzhanf verarbeiten können, hat sich Karl Knorsch gleich noch eine kleine Verarbeitungsanlage für den Eigengebrauch gebaut.

Aus Knorschs Hanffasern entstehen mit Hilfe des Textilforschers Kai Nebel von der Hochschule Reutlingen, den Webern vom Textilmuseum Augsburg und der Unternehmerin Sina Trinkwalder die ersten Jeans aus bayerischem Hanf. Kai Nebel probiert den Prototypen, die erste fertig genähte Hanfjeans an und ist ziemlich begeistert von dem Ergebnis: einer bequemen, schönen Jeans mit heller Farbe und Baumwollbeimischung. Tests im Labor zeigen zudem, dass Hanf in Sachen Abrieb und Farbechtheit reinen Baumwollstoffen überlegen ist. Textilforscher Nebel ist sich deswegen ganz sicher:

"Hanf wird es schaffen - ob jetzt sofort oder eher mittelfristig. Wir kommen gar nicht daran vorbei, den Hanf zu nutzen, denn andere Rohstoffe werden weniger und knapper werden."

Kai Nebel, Textilforscher, Hochschule Reutlingen

 

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Hanf-Erlebnisse

04. Dezember 2012 | 00:00 Uhr | Von Leonhard Hundsdoerfer

Du leiwe Tied heff ick dacht, nu sünd wi dran!

Da stünn nüülich in uns Zeitung, twei junge Lüüd hebb sick in ehr Huus in dat Obergeschoß ein Hanfplantage inricht. Scheun mit künstlich Licht. Hätt ehr aber nix nutzt, de Udels hebb dat funnen un nu gifft dat Straf. Dat hebb se nu doarvun. In miene Lehrtied weur ick up ein grootes Gaud in Mintraching bi Freising, Oberbayern. Da hebb wi ganz offiziell, un oahn dat ein wat doargeigen harr, ein grootes Feld Hanf anbuut. De würr noch tämlich greun mit den Binder meiht un ass Weiten, oder Habern uphockt.

De Hanfgarben güngen dann an de Industrie un uut de Fasern würrn, so heff ick hüürt, Stricke moakt. Biet Uphocken weurn de Spitzen noch greun un da harrn wi jede Menge Hanf ton Smöken vun hebben kunnt. Aber kein ein hett dat to de Tied wüßt, dat Hanf ein Rauschgift weur. Vlicht weur dit ock ein harmlose Oart. Gaud, na ein ganzen Dag Uphocken un jümmer mit de Näs in den Hanf würrn wi abends sonn beeten benusselt. Aber da hebb wi uns nix bi dacht.

Dat tweite Erlebnis mit Hanf harr ick in Grotensee. Ick heff mi uut Trittau vun ein Dischler ein grooten Wagen för mien Kanibalen.Heizoaben Holt hoalt. Feuhr up unsen Hof da is ein Greune Minna mit twei Udels achter mi. "Ach du leiwe Tied, hest du womeuglich ünnerwegens Holt verluren", heff ick dacht. Weur aber nich so, de Polizisten wulln blot ein Uutkunft vun mi, ick weur to de Tied Bürgermeister.

Wi hebb so miteinanner snackt un mit eins füll unsen Blick up ein greunen Busch. Dat weur Hanf. Bine un ehr Fründt harrn twei Graupapageien. De ein kunn dull snacken un jümmer passend to de Situation. So säh hei, wenn se Koarten speelten, "eins- zwei". Ass Gordon mal dat Fauder uut de Hand up den Teppich füll, schimpt hei "Du Schwein!" Dat Fauder, wat se nich upfreeten hebb, hätt Bine uut dat Finster schütt, damit de Vagels buuten ock wat to freeten harrn. Da is wohl ein Hanfsamen bi west un da ünner dat Finster ein Beet mit Blaumen un Büsche is, is de Hanf da munter wussen.

Ein Deel vun dat Fauder hett Bine ock up ein Beet vör mien Kökendöör schütt, all för de Vagels. Un da weurn Mohnkörner doarbi. Dat ganze Beet weur vull mit rodem Klatschmohn. Ock da keken de Polizisten hen. Du leiwe Tied heff ick dacht, Marihuana un Opium, nu sünd wi dran! Aber de Udels hebb nich ein Ton secht. Is doch gaud, wenn man ein gefestigten Rut hätt!


 

Multitalent Hanf: EU-Verbund erforscht neue Wertschöpfungspotenziale

01.11.2012, 16:10 | Wissenschaft | Autor: idw | 0 Kommentare

 

Die Entwicklung und Umsetzung eines Bioraffineriekonzeptes auf Basis von Hanf ist das Ziel eines eben unter Mitwirkung des Leibniz-Instituts für Agrartechnik in Potsdam gestarteten Forschungsverbunds. Das im Rahmen des 7. Rahmenprogramms der EU geförderte Vorhaben vereint 21 europäische Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Hanf ist eine ertragreiche Kulturpflanze, die traditionell für die Gewinnung von Fasern, Samen und psychoaktiven Substanzen angebaut wurde und heute als idealer Rohstofflieferant für innovative biobasierte Werkstoffe gilt. Im letzten Jahrhundert wurde Hanf jedoch fast vollständig von Baumwolle und Synthetikfasern verdrängt. Dies erklärt, warum Hanf - im Gegensatz zu vielen anderen Kulturpflanzen - in den letzten 50 Jahren züchterisch nicht weiterentwickelt worden ist. Der schlechte ökologische Fußabdruck der Baumwolle bzw. anderer fossil basierter Fasern macht Hanf aber heute wieder attraktiv: die Pflanzen benötigen weniger Wasser und Agrochemikalien und liefern u. a. Fasern und Öl von höchster Qualität.

Im Rahmen des EU-Forschungsverbundes MultiHemp sollen u. a. neueste molekulargenetische Methoden zum Einsatz kommen, um gezielt und schnell die Produktivität der Hanferzeugung und die Rohstoffqualität zu verbessern. Die züchterischen Arbeiten werden verknüpft mit der Entwicklung neuer Verfahren für Anbau, Ernte und Verarbeitung mit dem Ziel, auf Basis verbesserter Sorten nachhaltige Produkte erzeugen zu können. Die Erprobung erfolgt in Feldversuchen und durch Scale-up. Um wirtschaftliche Rentabilität und Nachhaltigkeit zu gewährleisten, werden alle neuen Verfahren hinsichtlich ihrer ökonomischen und öko-logischen Effekte bewertet. Von der Molekulargenetik bis zum Test des Endprodukts - in MultiHemp arbeiten führende Forschergruppen mit starken Industriepartnern zusammen.

Aufgabe des ATB ist die Entwicklung technischer Lösungen zur Ernte und Aufbereitung von Hanf. Die Arbeiten sind innerhalb des Gesamtvorhabens eng vernetzt. „Unsere Arbeit wird aktuelle Ergebnisse von Partnern einbeziehen, die sich in den vor- und nachgelagerten Bereichen der Wertschöpfungskette mit Züchtung und Anbau bzw. mit innovative Anwendungen in den Bereichen Verbundwerk und Baustoffe befassen“, beschreibt Dr. Hans-Jörg Gusovius, Projektleiter am ATB, die enge Zusammenarbeit innerhalb des europäischen Verbunds und den ganzheitlichen Ansatz des Vorhabens. „Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung eines Bioraffineriekonzeptes auf Basis von Hanf, einer der ältesten Kulturpflanzen, deren Anbau und Nutzung nicht im Wettbewerb zur Erzeugung von Nahrungs- oder Futtermitteln steht.“

Die Hanf-Bioraffinerie soll es ermöglichen, den optimierten Rohstoff in modularen Verarbeitungsschritten effizient zu verschiedenen Produkten wie Fasern, Öl, Baumaterialien, Feinchemikalien und Biokraftstoffen zu verarbeiten und dabei alle Komponenten der geernteten Biomasse vollständig zu nutzen.

Klammer des Verbundvorhabens die ist die praxisnahe Demonstration, d. h. die Realisierung der Forschungsergebnisse im Pilotmaßstab - vom Anbau bis zur Produktanwendung. Bei dieser Aufgabe, können die Wissenschaftler am ATB auf langjährige Erfahrung aufsetzen, u. a. bei der Pflanzenfaserverarbeitung in der ATB-eigenen Pilotanlage.
Bei der Entwicklung innovativer Dämmstoffe und von Verfahren zur Qualitätsermittlung arbeiten die Potsdamer Forscher eng mit ihren deutschen Partnern, Firma Ventimola und Prof. Jörg Müssig von der Hochschule Bremen, zusammen.

Das Projekt „Multipurpose Hemp for industrial bioproducts and biomass – MultiHemp” wird im Rahmen des 7. Rahmenprogramms der EU im Forschungsschwerpunkt KBBE (Knowledge Based Bio-Economy), Teilprogramm „Multipurpose crops for industrial bioproducts and biomass“ über eine Projektlaufzeit von 4,5 Jahren mit insgesamt 6 Mio. Euro gefördert. Die Koordination des europäischen Großforschungsprojekts hat die Universit�* Cattolica del Sacro Cuore, Piacenza, Italien. Insgesamt sind 21 Partner aus Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Litauen, Niederlande, Slowenien, Spanien, Tschechien, UK sowie aus China beteiligt.

Die Forschung des Leibniz-Instituts für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) zielt auf die ressourceneffiziente und CO2-neutrale Nutzung biologischer Systeme zur Erzeugung von Lebensmitteln, Rohstoffen und Energie in Anpassung an Anforderungen von Klimaschutz und Klimawandel. Zu diesem Zweck entwickelt das ATB verfahrenstechnische Grundlagen für eine nachhaltige Landbewirtschaftung und stellt innovative technische Lösungen für Landwirtschaft und Industrie bereit. Eine der zentralen Aufgaben ist es, die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der eingesetzten Verfahren über die gesamte Wertschöpfungs-kette zu analysieren - vom Feld bis zum Verbraucher.

Kontakt:
Dr. Hans-Jörg Gusovius - ATB-Projektleiter
Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V.
Abteilung Technik der Aufbereitung, Lagerung und Konservierung
Tel.: 0331 5699-316
E-Mail: hjgusovius@atb-potsdam.de

Quelle: idw

Baustoffe Hanf als Hauswand

erstellt 02.10.12, 07:40h, aktualisiert 02.10.12, 07:48h
Hanf-Pflanzen
Hanf ist der Ausgangsstoff für die neuartigen Platten der halleschen Firma. (ARCHIVFOTO: DPA)
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HALLE (SAALE)/LEUNA/DAPD. Der große Schreibtisch im Büro von Peter Werner scheint aus wertvollem dunklem Holz. Doch bei genauem Hinsehen entpuppt sich der Tisch des Geschäftsführers eines Start-up-Unternehmens aus Halle als Wandelement. Die Maserung erinnert an eine Pressspanplatte, doch es handelt sich um eine sogenannte Sandwichplatte aus Hanf.

 

Mit der Herstellung der Platten beschäftigt sich das vor zwei Jahren gegründete Unternehmen C3 House Technologies. In diesem Jahr sei der Durchbruch gelungen, sagt Werner und fügt hinzu: „Das Patent für die von uns entwickelte Technologie zur Herstellung solcher Wandplatten wurde eingereicht.“

 

Sandwichplatten für verschiedenste Anwendungen, hauptsächlich im Industriebau, gibt es schon seit Jahren. Auch solche aus nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere holzbasierte Wandplatten, fänden sich bereits in Baumärkten. Doch die von den Hallensern entwickelte Technologie zur Herstellung der Sandwichplatten aus Hanf und anderen geeigneten Naturfasern sei weltweit neuartig, sagt der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik, Ralf Wehrspohn.

 

Eine Wandplatte ganz aus natürlichen Substanzen

 

Zudem forsche das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut weiter daran, wie sich der bislang noch auf Erdöl basierende Dämmschaum zwischen den Hanfplatten durch natürliche Substanzen ersetzen ließe, sagt Wehrspohn. Dann bestünde die von den Hallensern entwickelte Wandplatte vollkommen aus natürlichen Substanzen.

 

Zu den Vorteilen dieser Hanfplatten gegenüber ähnlichen Baustoffen zählt Start-up-Chef Werner unter anderem, dass damit der Energieverbrauch eines Hauses gesenkt werden könne. Auch sei die Rauchgasentwicklung im Falle eines Brandes bei dem Material äußerst gering.

 

Noch sind die Sandwichplatten aus Hanf für den deutschen Markt nicht zugelassen. „Das Genehmigungsverfahren ist in Vorbereitung“, sagt Werner. Das Unternehmen sehe seine Kernmärkte beispielsweise in Indien oder Brasilien, sagt der kaufmännische Leiter Christian Ulrich. „Dort wächst in rasantem Tempo ein neuer Mittelstand mit Anspruch auf bezahlbaren Wohnraum in guter Qualität.“ Die Firma beschäftigt vier Mitarbeiter in der Entwicklung. Die Sandwichplatten werden durch Zulieferer in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und in Oebisfelde produziert.

 

Seit 2007 sei die Förderung verstärkt auf erfolgversprechende, innovative und wachstumsorientierte Unternehmensgründungen ausgerichtet worden, insbesondere aus Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, sagt eine Ministeriumssprecherin auf Nachfrage. Seither seien rund 54 Millionen Euro bewilligt worden. Im Zeitraum 2007 bis August 2012 seien damit rund 8.700 Existenzgründer unterstützt worden, etwa 1.100 allein im vergangenen Jahr.

 

 

 


Extern:

Hanfpflanze1.JPG

Der alte Mann und das riesige Hanf-Feld

Kurioser Rauschgift-Einsatz in Mömbris (Kreis Aschaffenburg) Das sind komische Blumen, die da auf dem Acker wachsen, haben sich Mömbriser Bürger gedacht und die Polizei informiert. Tatsächlich, die auf rund 300 Quadratmeter wachsenden Pflanzen sind Hanf, gute drei Meter hoch, dicht an dicht. Das Stück Land gehört einem 74 Jahre alten Landwirt. Der staunte nicht schlecht, als am Dienstag Rauschgiftfahnder vor seiner Türe standen. Gestaunt haben die Beamten dann auch - als der Landwirt zu erklären begann.



 


 

 

 

Bilder vom Hanffeld: Polizei Unterfranken

Hanfpflanzen auf meinem Acker? Kann nicht sein. Eigentlich sollten dort nämlich Sonnenblumen wachsen, erklärte er den

verblüfften Ermittlern. Das allerdings scheiterte seiner Zeit an einer Kleinigkeit: Den Sonneblumensamen. Da er die gerade nicht zur Hand hatte, griff sich der rüstige Mann seinen Sack Vogelfutter und säte dieses aus. Wird schon was Gescheites daraus werden, vielleicht sogar Sonnenblumen, dachte er sich vermutlich und ließ das Vogelfutter munter vor sich hin wachsen.

Und das wuchs. Zwar stellte der verhinderte Sonnenblumenpflanzer bald fest, dass die Sonnenblumensamen in seinem Vogelfutter das Wachsen verweigerten, dafür sprossen umso mehr dieser "merkwürdigen Pflanzen" (Polizei Unterfranken), dicht an dicht, Meter um Meter auf seiner hundert Meter langen und drei Meter breiten Ackerfläche.

Dass es sich bei diesen "merkwürdigen Pflanzen" um Hanf handelt, habe der "nette Senior" nicht gewusst, so die Polizei Unterfranken - bis, ja, bis am Dienstag die Rauschgiftfahnder vor seiner Tür standen. Bis dahin wusste er wohl auch nicht, dass überhaupt Hanfsamen in seinem Vogelfutter waren, was bei handelüblichem Futter völlig normal ist.

Nachdem die wechselseitige Verblüffung verflogen war, pflügte der Landwirt sofort die über 1000 Hanfpflanzen auf seinem Acker unter - unter den wachsamen Augen der Polizisten.

Wachsame Augen auf den Acker hatte die Polizei bereits seit dem vergangenen Freitag. Da erreichte die Beamten die Anrufe besorgter Mömbriser Bürger. Und da vermuteten die Polizisten wohl noch kriminelle Energie und einen Drogen-Bauer am Werk, den sie auf frischer Tat hätten ertappen können. Die Zivilfahnder lagen bis zum Dienstag auf der Lauer. Dann hatten ihre Kollegen den Bewirtschafter der Ackerfläche ermittelt.

Wer sich jetzt ärgert, nicht die ein oder andere dieser "merkwürdigen Pflanzen" für die heimische Vase gepflückt zu haben: Wäre eh kein berauschender Strauß gewesen. Damit die Vögel nicht reihenweise von den Ästen fallen, handelt es sich bei den Vogelfutterhanfsamen um eine sehr wirkungsarme Sorte. Deren Wirkstoffgehalt sei so gering, "dass sie zum Konsum gänzlich ungeeignet gewesen wäre", so die Polizei. Einen Rausch oder gar eine Abhängigkeit hätte man nach Überzeugung der Ermittler damit nicht bewirken können.

Eine Anzeige muss der Landwirt nicht fürchten, war er doch ahnungslos und seine Absicht keine kriminelle. Allerdings weist die Polizei ausdrücklich darauf hin, "dass sich derjenige, der wissentlich Cannabis anpflanzt - und sei es unter Zuhilfenahme von Vogelfutter - nach dem Betäubungsmittelgesetz strafbar macht".

mai (Quelle: Polizei Unterfranken)

 

 

 

 

Industrie-Hanf wächst auf vogtländischen Feldern

 

 

Wenn der Name dieser Pflanze auftaucht, schrillen bei vielen die Alarmglocken - Für die in der Region angebaute Sorte ist das jedoch unbegründet

Plauen. Viele Vogtländer reiben sich verwundert die Augen: Da wächst in der Region Hanf auf Feldern - ist das überhaupt erlaubt? Mit dieser Frage haben sich zuletzt mehrere Leser an die Redaktion gewandt, die im Plauener Umland entsprechende Entdeckungen gemacht haben. "Freie Presse" hat deshalb in der Plauener Außenstelle des Landesamtes für Umwelt und Geologie nachgefragt.

Pflanzenexpertin Jana Brückner: "Es handelt sich hierbei um Industrie-Hanf, eine sehr vielseitig einsetzbare Pflanze", erläutert sie. Unter anderem werde die Faser in der Automobilindustrie und beim Hausbau verwendet - als Dämmstoff. Dieser Hanf ist jedoch nicht mit dem vergleichbar, der als Rauschmittel bekannt ist. Industrie-Hanf darf nur 0,2 Prozent des Naturstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) aufweisen, der in höherer Konzentration als Droge wirkt. Haschisch enthält beispielsweise zwischen 5 und 10 Prozent THC. Tetrahydrocannabinol unterliegt in Deutschland daher den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes. Deshalb ist auch Industriehanf anzeigepflichtig, die Plauener Behörden-Außenstelle über den Anbau in der Region exakt im Bilde.

Laut Jana Brückner wird der Industrie-Hanf im Vogtland auf sieben Feldern auf einer Gesamtfläche von 46 Hektar von einem Betrieb angebaut. Bei 36.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche im gesamten Landkreis sei der Anteil jedoch verschwindend gering, so die Pflanzen-Fachfrau aus der Behörde. "In Thüringen ist Industrie-Hanf deutlich mehr verbreitet."

Das Vogtland bietet für die Pflanze durchaus gute Bedingungen. "Schwere Böden sind gut, Hanf zieht viel Wasser. Das passt zu unserer Gegend", sagt Jana Brückner.

 

erschienen am 03.08.2012 ( Von Tino Beyer )

© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG

 

 

 

 

 

Rezension

Cannabis an der Grenze

Auf ins Waldviertel: Hanf beschnuppern, baden gehen – und noch mit Hanf kochen

Jetzt stehen die Pflanzen im Saft!“ Astrid Pleha ist begeistert von der Schönheit ihrer Hanfpflanzen. „Später im Jahr“, sagt sie, „wenn die Samen ausgebildet sind und die Blätter verdorrt, sind sie nicht mehr so schön.“ Ob schön oder weniger schön: Kultivierter Hanf, Cannabis sativa, ist eine der ältesten und für die Menschen nützlichsten Kulturpflanzen der Welt.

In der Nähe von Litschau, im nördlichsten Waldviertel, liegt das Hanfdorf Reingers. Eine einsame und stille Gegend von herber Schönheit. Die Teiche spiegeln den weiten Himmel und aus der Haut der Karpfen, die hier leben, wird Fischleder gemacht. Das Heidenreichsteiner Moor ist nicht weit entfernt, und bei geheimnisvollen Steinformationen an einsamen Waldstellen trifft man ab und zu auch buddhistische Mönche.

Wirft man in Reingers einen Stein, landet er in Tschechien. 50 Jahre lang verlief hier die Grenze zwischen Ost und West. Mit grenzüberschreitenden Themenwegen und dem Hanfprojekt will man Touristen nach Reingers holen; eine Idee des früheren Bürgermeisters, ein Landwirt, der das Projekt mit dem Hanf vor zehn Jahren umgesetzt hat.

Aber nicht nur Touristen sollen in die einsame Gegend kommen, beim Ortsanfang lockt eine Tafel mit schönsten Baugründen ab fünf Euro pro Quadratmeter. Mitten im Ort gibt es einen Schwimm- und Angelteich, die Hanfhalle und einen Campingplatz, auf dem man sich das Frühstück an die Luftmatratze bestellen kann. Das Hanflabyrinth ist heuer wegen ungünstiger Witterung kein „Cannabis-Dschungel“, wie er voriges Jahr vom Spiegel beschrieben wurde.
Der Hanfpfad informiert über die Nutzpflanze und führt rund ums Dorf. Die angekündigten „Haarstuben“ führen nicht zum Friseur, sondern zu einer nachgebauten „Hoar­stuben“, in der man an die Zeit erinnert, als Hanf im Waldviertel noch zum Alltag gehörte, die Hanfstängel getrocknet und zu „Hoar“ – Haar – verarbeitet wurden.
Langsam und vereinzelt kommen auch die Dorfbewohner mit ihren Gästen zum Schauen in die Hanfhalle. Im Dorfgasthaus Uitz hat man eine eigene Hanftorte kreiert, und war das Restaurant in der Hanfhalle am Teich in der ersten Hitzewelle dieses Sommers noch eine Baustelle, verspricht der neue Pächter, ab Ende Juli auch Hanfspeisen anzubieten.

Astrid Pleha ist seit acht Jahren das Herz und die Seele der Hanfhalle. Der Mehrzweckbau beherbergt im Eingangsbereich die von Pleha zusammengetragenen Hanfprodukte, die sie bei ihren Führungen mit Engelsgeduld erklärt. Pleha liebt es, den Menschen zu erzählen, dass Hanf zu den vielseitigsten Rohstoffen gehört, die die Menschheit kennt. Sie zeigt daraus gefertigte Stoffe und Seile, schmerzlindernde Medikamente, Auto­teile, Dämmmaterial, Tiereinstreu, Kosmetikprodukte. Sie lässt die Besucher Hanföle und Knabberhanf kosten, führt aus Hanf gefertigte Musikinstrumente vor oder zeigt Hanfwindeln. „Die Gutenbergbibel und die Unabhängigkeitserklärung Amerikas wurden auf Hanfpapier geschrieben“, erzählt Pleha. Und: „Die erste Blue Jeans war aus Hanf­fasern gefertigt!“

Dass sie nie im Leben einen Joint geraucht hat, glaubt man ihr sofort. „Die schlimmste Sache, die ich gemacht habe, war mit 14 der Versuch, eine Zigarette zu rauchen“, sagt Pleha. Es gibt skeptische Besucher, aber auch die wissen nach der Führung, dass Nutzhanf praktisch keine berauschenden THC-Wirkstoffe mehr enthält. Auf einen Joint fährt man heute nach Prag, da in Tschechien 2010 die Drogengesetze liberalisiert wurden. Im November findet in der tschechischen Hauptstadt wieder die weltgrößte Hanfmesse „Cannafest“ statt.

Im Waldviertel vertraut man dem Alkohol und lässt sich in der Hanfhalle vom Hanfbier verführen. Richtig süchtig sind im Waldviertel bloß die Karpfen: nach Hanfkuchen, mit dem sie von Fischern geködert werden.

Würde Hanf weltweit vermehrt angebaut werden, könnten Unmengen von giftigen Pflanzenschutzmitteln eingespart werden. Bei Hanf kommen nämlich auch im konventionellen Anbau keine Pestizide zum Einsatz: Hanf wächst schneller als jedes Unkraut und ist weitgehend resistent gegen Insektenbefall.
Hanföl ist eines der wertvollsten Speiseöle; es darf nicht erhitzt werden, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht verloren gehen. Ein bis zwei Esslöffel Hanföl täglich genügen, um den Tagesbedarf eines Menschen an wichtigsten essenziellen Fettsäuren zu decken. Und, okay, die Hanfsamen im morgendlichen Müsli, die können schon süchtig machen.

Irena Rosc in Falter : Wien 30/2012 vom 25.7.2012

Quelle Google News



 

 



Naporo-Dämmstoff gewinnt Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit

Die innovative, ökologische Hanf-Dämmplatte für den Vollwärmeschutz von Außenwänden (WDVS) wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Synthesa Capatect entwickelt.


 

Naporo

© Land Oberösterreich



Aus dem Archiv

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Porr löste in Serbien Subvertrag mit SCT auf


Bei der Verleihung des Oberösterreichischen Landespreises für Umwelt und Nachhaltigkeit 2012 konnte Naporo die Jury mit seinem innovativen, ökologischen Hanf-Dämmstoff überzeugen. Der Preis ist die offizielle Auszeichnung Oberösterreichs für Menschen und Einrichtungen, die sich um eine zukunftsfähige Entwicklung im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit des Landes verdient gemacht haben.

Naporo konnte die Wahl in der Kategorie „Betriebe“ mit seiner innovativen, ökologischen Hanf-Dämmplatte für sich entscheiden. Diese Dämmplatte für den Vollwärmeschutz von Außenwänden (WDVS) wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Synthesa Capatect, dem Marktführer für WDVS in Österreich, entwickelt. Verglichen mit dem derzeitigen Stand der Technik, besteht NAPOROwall nicht aus Styropor, sondern aus Hanf. NAPOROwall bietet hervorragende Schall- und Brandschutzeigenschaften und schützt vor Algenbildung und Schimmel. Wie die 2. Haut des Hauses kann die Hanf-Dämmplatte atmen und verbessert dadurch das Raumklima. Darüber hinaus ist NAPOROwall zur einfachen Montage bereits werkseitig mit einem patentierten Verfahren vorgebohrt.

Im Bild: Anton Grafeneder (Fa. Capatect), Robert Schwemmer (Fa. Naporo), Walter
Stadlmayr (Fa. Capatect), Rudi Anschober (Umwelt Landesrat OÖ, v. l.)

 

 

 

nova-Institut: Durchbruch beim Naturfaser-Spritzgießen - Zufuhr als Faserpellets löst Dosierprobleme

 

Hanfpellet´s

Hanffasern und Hanffaserpellets - (Bild: nova-Institut GmbH).

Workshop zeigte großes Interesse der Industrie

Die Ergebnisse des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekts „Entwicklung einer industriellen Naturfaser-Pellet-Produktion zur Nutzung von Naturfasern als Verstärkung von (Bio-)Kunststoffen in Spritzguss und Extrusion“ (AZ: 27717-34) stoßen bei der Industrie auf großes Interesse: In einem Experten-Workshop am 16. April 2012 in Osnabrück zeigten sich Compoundeure, Spritzgießer, Extrudeure und Anwender aus der Kunststoff- und Automobilindustrie sehr angetan von den Naturfaser-Pellets aus Hanf, teilt das nova-Institut mit. Mit der Produktion und Optimierung der sog. „Softpellets“ ist es dem Projektpartner BaFa GmbH demnach gelungen, das Problem der Dosierung von Naturfasern in die Prozesse der Kunststoffindustrie zu lösen. Die umfassenden Versuche der Industriepartner FKuR Kunststoff GmbH, Linotech GmbH & Co. KG und H. Hiendl GmbH & Co. KG sowie des Fraunhofer WKI, die an der Hochschule Bremen ausgewertet wurden, zeigten den weiteren Angaben zufolge, dass die Naturfaser-Pellets nicht nur gut dosierbar sind, sondern sich zudem gut und gleichmäßig in der Schmelze auflösen. Prof. Dr. Jörg Müssig (HS Bremen, Bionik) untersuchte mit seinem Team die Eigenschaften der Hanffasern vor der Pelletierung, nach der Pelletierung, im Granulat und im Endprodukt ebenso wie die mechanischen Werte der Teststäbe und Endprodukte. Nur so sei eine fortschreitende Verbesserung der Naturfaser-Pellets im Projekt möglich gewesen.


Projektleiter Michael Carus von der nova-Institut GmbH zeigte sich sehr zufrieden: „Endlich konnte der Flaschenhals der Naturfaser-Zuführung überwunden werden. Nun können auch Unternehmen mit wenig Erfahrung Naturfasern in Form von Pellets zuführen. Die Pellets sind gerade hart genug, um Transport und Lagerung zu überstehen, und weich genug, um sich in der Schmelze gut aufzulösen.“


Produzent BaFa bietet sowohl reine Naturfaser-Pellets an, als auch Pellets, bei denen bereits während der Pelletierung bis zu 40% Kunststoffe wie PP oder PLA sowie auf Wunsch Additive mit den Naturfasern gemischt werden. Ein überraschendes Ergebnis im Projekt: Pellets aus 60% Naturfasern und 40% PP konnten sogar ohne Compoundierung direkt in der Extrusion eingesetzt werden, was erhebliche Kosten und auch Prozessenergie sparen kann.

Faserpelletieranlage

Faserpelletieranlage mit Staubabsaugung, Sicht Ballenauflöser, im Hintergrund die Pelletiermatrize - (Bild: BaFa GmbH).

Das nova-Institut untersuchte die Pellets in Hinblick auf die eingesetzte Prozessenergie und die zu erwartenden Marktpreise. Hier zeigte sich, dass die Marktpreise zu etwa 75% von den Materialkosten (Hanffasern und ggf. Kunststoff) abhängen. Je nach Zusammensetzung liegen die Preise für die Naturfaser-Pellets zwischen 0,80 und 1,20 €/kg - für die meisten industriellen Teilnehmer ein attraktiver Preis für die Lösung des Zufuhrproblems. Bernd Frank, Geschäftsführer der BaFa GmbH, freut sich seit Bekanntwerden der Ergebnisse über eine rege Nachfrage. Die Pelletanlage produziert bereits eifrig auf Kundenwünsche zugeschnittene Naturfaser-Pellets, mit und ohne Kunststoffe oder Additive.

Fachtagung am 21. Mai 2012 in Köln zum Abschluss des Projektes
Am 21. Mai 2012 findet eine Fachtagung zum Abschluss des Projektes in Köln statt (www.bio-based.eu/faserpellets/tagung). Dort werden die Ergebnisse des Projektes umfassend vorgestellt und diskutiert. Jeder Teilnehmer kann zudem Muster für eigene Versuche mitnehmen. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge von Unternehmen, die Naturfaser-Spritzgieß-Produkte bereits erfolgreich am Markt platzieren konnten.

nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth

 

 2012 plasticker.de

Quelle:

Plasticker-News vom 27.04.2012



 

 

 

SACHSENHEIM, 01. JUNI 2012

Von Kopf bis Fuß in Hanf gekleidet

Sachsenheimerin Petra Rusch fertigt aus der alten Nutzpflanze bequeme Kleidung

Hanf kann man nur rauchen? Von wegen! Es gibt weitaus mehr Verwendungsmöglichkeiten. Petra Rusch aus Sachsenheim fertigt aus dem nachwachsenden Rohstoff beispielsweise Kleidung an.




Hanf Rusch

 

 

 

 

Designerin Petra Rusch mit einem Hanfpflänzchen in der Hand. Die Sachsenheimerin benutzt den Rohstoff, um daraus Kleider zu nähen. Foto: Helmut Pangerl

 

 

Hört man Hanfpflanze, denkt man an Betäubungsmittel. Doch weit gefehlt. Die Sachsenheimerin Petra Rusch etwa ist Fachlehrerin für Handarbeit und Textil und hat sich einer besonderen Strickart von Stoffen aus Hanffasern verschrieben, dem Hanfjersey. Sie entwirft Hanftextilien, die komplett chemiefrei sowie weich und hautfreundlich sind. "Optimale Kleidungsstücke für Allergiker", sagt Petra Rusch. Es sei eine sportliche Bekleidung, die sich durch die verarbeiteten Stoffe atmungsaktiv zeige. "Kühlend im Sommer, wärmend im Winter", erklärt die Designerin. Obendrein sei das Material strapazierfähig, die Textilien gingen nicht ein.

Zur Kollektion der Sachsenheimerin gehören modische Tops, Kleider, Röcke, Jogginghosen und Unterwäsche. Bei ihren zeitaufwendigen Entwürfen geht Petra Rusch mit alten Bettlaken oder Tischdecken zu Werke. "Wenn ich ein Modell im Kopf habe, muss ich es sofort umsetzen", erzählt die Sachsenheimerin, die einer Direktrice den richtigen Schnitt überlässt. Auch Steppdecken aus Hanfvlies möchte Petra Rusch entwerfen und in das Textilsortiment aufnehmen.

"Cannamoda" heißt ihr noch kleines Unternehmen, das aus dem zarten Pflänzchen Hanf durch vorbereitende, kostenintensive und aufwändige Arbeiten die hochwertigen Textilien entstehen lässt. Gerade die Strickart ergibt den feinen Stoff aus den Hanffasern, die in Werkstätten auf der Schwäbischen Alb gefertigt, nach Bedarf gefärbt oder gegebenenfalls auch genäht werden. Dabei lege sie Wert auf ethische Kriterien, so Rusch, die für ihre Produkte weite Transportwege vermeiden möchte. Alles sollte sich möglichst im Umkreis von 150 Kilometern abspielen. So kommt der zu Garn verarbeitete THC-freie Hanf aus deutschen Landen, nämlich aus dem Anbau von Landwirten aus Nordrhein-Westfalen.

Das ganze Wissen um den Hanf sei bei den Menschen verloren gegangen, meint die frühere Lehrerin. Im Mittelalter wurden schon viele Kleidungsstücke aus Hanf getragen, außerdem dienten Hanfdecken zum Frischhalten von Fleisch und Brot. Überdies fand Hanfsamen Anwendung in der Medizin, zum Beispiel gegen Arthritis. Im Essen gemahlen und angeröstet, oft karamellisiert mit Zucker, bot der Rohstoff Sättigung und Nährstoffe.

Heute findet der Verbraucher durchaus vielseitige Hanfprodukte wie Brotaufstriche, Pesto, Nudeln und Mehl sowie Tee und leckere Schokolade. Speziell für Pferde mit Allergien gibt es Hanfstreu für die Boxen. Ebenso käuflich: für Wärme sorgende Hanfbriketts und Hanfpapier als edle Schreibunterlage. Die erste Banknote sei darauf gedruckt worden, ist von Hanf-Liebhaberin Rusch zu erfahren.

Der Gewannname Hanfgraben lege die Vermutung nahe, dass vor langer Zeit in Sachsenheim Hanf angebaut worden sei, berichtet die Kleinunternehmerin zudem. Angeregt durch einen Freund haben sie bereits 1996 angefangen, sich für die Pflanze Hanf zu interessieren, so Rusch. Und dies nicht etwa aus berauschenden Erfahrungen heraus, sondern weil die Hanfpflanze ein nachwachsender Rohstoff ist, der als faszinierendes Material vielseitig Verwendung findet. In Asperg aufgewachsen und seit fünf Jahren in Sachsenheim wohnend, will Petra Rusch nun erneut einen Anlauf unternehmen, die "über lange Zeit stillgeschwiegene alte Nutzpflanze" populärer zu machen. Einen größeren Kundenkreis zu erschließen, mit Vorträgen unter dem Motto "Hanf im Hof" mehr über das kleine nutzvolle Pflänzchen zu informieren und dabei auf die Produktpalette hinzuweisen, ist ihr ein starkes Anliegen.

Info Um die vielfältigen Hanfprodukte zugänglicher zu machen, öffnet Petra Rusch die Türen in ihrer Modewerkstatt in der Großsachsenheimer Eisenbahnstraße 4/1 einmal in der Woche, samstags von 10 bis 13 Uhr.


Redaktion: RUDI KERN

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bundesweiter Wettbewerb IFA Haldensleben ist "Ausgewählter Ort"

In Haldensleben ist am Mittwoch der Autozulieferer IFA Rotorion als "Ausgewählter Ort" ausgezeichnet worden. Die Ehrung in dem bundesweiten Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" gab es für die Entwicklung der ersten Kardanwelle auf der Basis von Hanf.

Kardanwelle aus Hanf

Die Ingenieure des Automobilzulieferers mit ihrer Antriebswelle aus Hanf.

Sie wiegt nur rund acht Kilogramm und ist damit 30 Prozent leichter als eine Welle aus Stahl. Die Antriebswelle vereint zwei umweltschonende Effekte: den verbrauchsmindernden Leichtbau und die CO2-neutrale Recyclingfähigkeit. Die Kardanwelle war bereits im vergangenen Jahr auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt vorgestellt worden. Derzeit wird sie im Haldenslebener Werk getestet. Noch gibt es keine Serienproduktion. Die IFA-Gruppe produziert für die internationale Automobilindustrie Kardanwellen und Strukturbauteile aus Faserverbundstoffen.

365 Orte im Land der Ideen

Den Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" gibt es seit sechs Jahren. Die Initiative "Deutschland – Land der Ideen" und die Deutsche Bank suchen darin die 365 besten Ideen aus Deutschland. Die prämierten Projekte werden mit dem Titel "Ausgewählter Ort" ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 2.100 Unternehmen, Forschungsinstitute, Bildungseinrichtungen oder Initiativen beworben. In Sachsen-Anhalt wurden insgesamt zwölf Projekte prämiert.

Quelle: mdr.de

Ein Dorf auf dem Trip

Von Martin Cyris aus Reingers, aktualisiert am 07.04.2012 um 13:15

Hanfpflanze

Hanf ist eine alte Kulturpflanze, die als Lieferant für Textilfasern und als Nahrungsmittel genutzt wurde. Foto: Fotolia

Reingers - Grabesstille in Reingers. Kein Hahn kräht. Die Kirchturmglocke steht auf Standby. Ein Ort, um sich mal so richtig wegzubeamen.

Um die Systeme herunterzufahren und ganz tief ein- und wieder auszuatmen.

Reingers ist ein Dorf in Niederösterreich. Genauer gesagt im nördlichen Waldviertel, dicht an der Grenze zu Tschechien. „50 Jahre waren wir mit dem Rücken zur Wand“, sagt Bürgermeister Christian Schlosser. Dennoch fühlt man sich als Erstbesucher noch immer an jene Zeiten erinnert, als der Eiserne Vorhang das Dorf an den Rand des Geschehens rückte. Derart abgelegen und weltfern wirkt die Gegend. Wie geschaffen für eine Auszeit am Dorfteich.

Harald Pleha fläzt in einem Klappstuhl, die Nase gen Wasser gerichtet. Pleha hat sein Kinn auf Zeige- und Mittelfinger abgelegt. Er scheint wegzunicken. Plötzlich ertönt ein Piepston. Pleha schreckt auf und greift nach der Angelrute, die das Signal ausgesendet hat. „Ein toller Biss“, frohlockt er hellwach. Gefühlvoll kurbelt er an der Angelrolle und zieht einen fetten Karpfen aus dem Wasser. Schon der dritte innerhalb einer Stunde. Sein Geheimnis? Fischköder aus gepresstem Hanfsamen. „Die san ganz deppert danach“, verrät Pleha.

Die einzigen Gäste waren Vertriebene auf Heimatbesuch

In Reingers werden auch Touristen mit Hanf (botanischer Name: Cannabis sativa) geködert. Lange Zeit litt das Dorf, rund 150 Kilometer nordwestlich von Wien, unter Nachwuchssorgen. Übernachtungsgäste waren in der Mehrzahl deutsche Vertriebene aus Mähren, die nach der Grenzöffnung die Heimatdörfer auf tschechischer Seite besuchten. Vor ein paar Jahren kam der damalige Dorfschultes auf die Idee, den Hanf zum Thema zu machen. Reingers wurde zum „Hanfdorf“ deklariert.

Eine ständige Hanfausstellung wurde in­stalliert. Sie zeigt die lange Geschichte und die erstaunlich vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der Pflanze. Im angegliederten Hanfshop gibt es: Hanfkäse, Hanfschokolade, Hanf-T-Shirts, Hanftaschen, Hanfcremes und so weiter. In jedem Sommer wird in Reingers eine Hanfprinzessin gekürt. Sie erhält nicht etwa ein Krönchen, sondern ein maßgeschneidertes Hanfdirndl. Fast zeitgleich wird ein Hanflabyrinth gepflanzt.

Zuständig dafür ist Astrid Pleha, die auch über Shop und Ausstellung wacht. Dass sie mal zur überzeugten Hanfverfechterin werden würde, hätte sich die gelernte Verkäuferin „im Leben nicht“ träumen lassen. Als sie jedoch mal in der Ausstellung aushelfen sollte, informierte sich Astrid Pleha über die Pflanze - und war „völlig fasziniert“ von den Eigenschaften. Aber auch stutzig über die Reduzierung des Hanfs auf eine Droge. Sie fungiert außerdem als Geschäftsführerin des Campingplatzes von Reingers. Das Betriebsgebäude ist im Stil einer traditionellen „Hoarstubn“ gebaut worden. In solchen Haarstuben wurde in früheren Zeiten die Hanffaser, also das Haar, getrocknet und verarbeitet.

Hanf ist eine alte Kulturpflanze mit einer langen Anbautradition

Ein österreichisches Provinznest auf dem Hanftrip - das ist kein künstlicher Werbegag. Die Ernennung zum Hanfdorf hat einen realen Hintergrund: Hanf ist eine uralte Kulturpflanze und blickt im Waldviertel auf eine lange Tradition zurück. Als Lieferant für Textilfasern und als Nahrungsmittel. Die heutigen Anbauflächen sind stark geschrumpft. Grund ist das jahrzehntelange, umstrittene Anbauverbot. Erst seit 1996 darf in der EU wieder Nutzhanf kultiviert werden. Mit hohen Hürden. Bauern erhalten, wenn überhaupt, nur geringe Subventionen. Obwohl die überragenden Eigenschaften als Ökorohstoff für Nahrung, Medizin und Werkstoffe seit langem bekannt sind. Doch Anbau und Produktion werden kontrolliert, als habe man es mit dem Leibhaftigen zu tun. Dabei sind die Bedenken gerade in Reingers unnötig. „In der ganzen Diskussion um Hanf ist ziemlich viel Unwissen und Hysterie im Spiel“, sagt Marianne Houschko, Betriebsleiterin einer Hanfmanufaktur im benachbarten Heidenreichstein. In dem Unternehmen werden die drei bis vier Millimeter großen Hanfsamen, auch Hanfnüsse genannt, weiterverarbeitet. Etwa zu Hanfnussöl.

Durch die strengen Auflagen hat der Hanf seine berauschende Wirkung auf die Landwirte verloren - und ein alter Sponti-Spruch seine Pointe: „Pflanzt der Bauer Dope ins Feld, verdient er nebenbei gut Geld!“ Erst recht, weil der Nutzhanf jene Stoffe, um die sich alle Kifferträume drehen, nur in geringsten Mengen enthält: die Cannabinoide. Allen voran das Tetrahydrocannabinol, kurz: THC.

Und dennoch muss sich Wolfgang Uitz, der Dorfwirt, permanent der Fragen von besorgten Gästen erwehren. Etwa, ob man von der Hanftorte, die im Dorfgasthof serviert wird, high werde. „Wennst 72 Kilo davon isst, spürst was“, ist seine Standardantwort. Oder, ob das von ihm ausgeschenkte Hanfbier nicht ein Rauschgift sei. „Kloar“, entgegnet dann Uitz, „wennst zu viel davon trinkst, host du an Rausch.“


Anreise
Von Stuttgart auf der A 8 über München nach Salzburg. In Österreich über die A 1 nach Linz, weiter auf der A 7 bis Gallneukirchen. Auf der B 310 bis Freistadt, auf der B 38/41 weiter nach Schrems, dort auf die B 5 Richtung Tschechien wechseln.

Unterkunft
Im Gasthaus Uitz gibt es nicht nur Hanftorte und Hanfbier, sondern auch Hanfgemüse, Hanf-Cordon bleu und Karpfen in Hanfpanade. Die Fische werden vom Chef persönlich aus dem Wasser gezogen. Übernachtung mit Frühstück ab 26 Euro pro Person im DZ: www.uitz.co.at

Der Campingplatz Reingers liegt idyllisch am Waldrand und in der Nähe des Müllerteichs, in dem auch gebadet werden kann. www.reingers.at

Allgemeines

www.niederoesterreich.at, www.waldviertel.at , www.hanfdorf.at

Was Sie tun und lassen sollten
Auf keinen Fall Wanderschuhe vergessen. Das Waldviertel heißt nicht zufällig so, ein Naturschutzgebiet reiht sich an das nächste. Besonders schön sind die Naturparks Jauerling Wachau und Dobersberg-Thayatal.

Auf jeden Fall auf platte Sprüche zu Haschisch & Co verzichten.


Quelle:
http://www.stuttgarter-zeitung.de


Projekt „Agrobiopolymere“



Aus Hanf machen Forscher Plastik statt Jute: Ersatz für den  Rohstoff Erdöl


Emmen.

Kunststoffe produzieren und verarbeiten die Betriebe an der Krähenstraße im Emmtec-Industriegebiet im niederländischen Emmen. Noch ist Erdöl der übliche Rohstoff, aber das kleine Labor des API-Institute am Rand des Gebiets gehört zu den Betrieben, die dies ändern wollen.

Test mit Hanf

Die Faserqualität wird hier geprüft. Beim API Institute in Emmen forscht man über Biokunststoffe. Mitarbeiter Jeroen van der Vlist (Zweiter von links) erklärt das Testverfahren. Foto: Manfred Fickers

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Beim mit fünf Millionen Euro ausgestatteten europäischen Interreg-IV-A-Projekt „Agrobiopolymere“ sind Firmen im Gebiet der Ems-Dollart-Region (EDR) aufgefordert, sowohl Materialien auf der Basis von Pflanzen wie Zuckerrüben, Mais oder Hanf zu entwickeln, als auch solche, die kompostierbar sind. Dann wäre es möglich, aus einem Kunststoff auf Biobasis einen Kunstrasen zu erzeugen, der, wenn er abgenutzt ist, in kompostierbare Bestandteile zerlegt und dann umweltfreundlich entsorgt wird.

Bei einer Fachtagung in den Räumen des API-Institute trafen sich Mitarbeiter der 25 am Projekt beteiligten Firmen und Organisationen. Es gibt so viele Ideen, dass man die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in mehrere Arbeitsgebiete unterteilt hat. Der Geschäftsführer der Propex Fabrics GmbH in Gronau, Thijs de Wolf, schilderte den Weg von der Idee zum demnächst vermarktungsfähigen Produkt. Für Messen und Ausstellungen werden Teppichböden benötigt, die nach wenigen Tagen Einsatz auf den Mülldeponien oder in den Verbrennungsanlagen landen. Gemeinsam mit der niederländischen Partnerfirma Edel in Genemuiden hat man einen Teppichboden entwickelt, der kompostierbar ist. Mit umweltfreundlichen Farben lässt er sich den Kundenwünschen anpassen.

Weitere Ideen sind kompostierbare Schnüre für den Gartenbau, Matten zum Stabilisieren von Rollrasen und Getränkebehälter. Es geht auch um Garne für die Industrie auf Biobasis und Entwässerungsrinnen für Straßenränder aus Biokunststoff statt Beton.

„Das Besondere an diesem Projekt ist auch die Kooperation innerhalb der gesamten Produktionskette. Der Agrarsektor stellt landwirtschaftliche Abfallprodukte zur Verfügung, und die Industrie stellt daraus Endprodukte her. Mittels Forschungen und Tests wird die Qualität der neuen Produkte gewährleistet. Möglich wird das durch die grenzübergreifende Zusammenarbeit. Denn so finden die passenden Unternehmen mit dem nötigen Wissen zusammen“, sagte Anita Buijs, die bei der EDR das Projektmanagement übernommen hat.

Neben Unternehmen gibt es Partner aus Wissenschaft, Forschung und Politik. Dazu gehört die Universität Wageningen, die Hochschulinstitute NOM in Groningen und Stenden Pré in Emmen sowie auf deutscher Seite das Niedersachsen Netzwerk nachwachsende Rohstoffe (3N) in Werlte. Unterstützung gibt es vom Land Niedersachsen, der Provinz Drenthe und dem niederländischen Wirtschaftsministerium.

Quelle: Quelle Hanf als Kunststoffersatz








Für Wohnhäuser

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 Experte kritisiert Dämmzwang für Wohnhäuser

05.03.2012, 13:47 Uhr | dapd, t-online.de - cd

Dämmung sollte ein Experte übernehmen (Quelle: dpa)

Dämmung sollte ein Experte übernehmen (Quelle: dpa)

Ein Herzstück des Atomausstiegs war die energetische Sanierung von Wohnhäusern. Doch der damit geschaffene Zwang, sein Wohnhaus zu dämmen, stößt nicht überall auf Zustimmung.

Dämmzwang für Wohnhäuser

Helge Beck, Referent für Umweltschutz der Sparkasse Frankfurt, kritisierte den mit dem Atomausstieg geschaffenen Dämmzwnag für Wohnhäuser: "Ich halte da gar nichts von".



Atmungsunfähigkeit sorgt für Schimmelbildung

Richtig gemachtes Dämmen sei "toll", in vielen Fällen drohe aber bei unsachgemäßem Vorgehen die sogenannte Atmungsfähigkeit des Hauses auf der Strecke zu bleiben. Das könne zu starker Schimmelbildung in den Hauswänden führen und die Häuser sogar so dicht abschließen, dass man im Sommer heizen müsse, um eine angenehme Raumtemperatur zu erreichen.

"Kühlschrank-Effekt ins Haus holen"

Beck warnte insbesondere vor der unsachgemäßen Verwendung von Styropor-Dämmplatten. Damit könne man sich einen regelrechten "Kühlschrank-Effekt ins Haus holen", sagte er. Gerieten die Styroporplatten bei einem Hausbrand in Feuer, könnten sogar giftige Dämpfe entstehen. Dazu würden die Dämmplatten aus Erdöl hergestellt und seien schwer zu entsorgen. Baubiologen rieten dagegen zu umweltfreundlichen Alternativdämmstoffen wie Holzfasern, Hanf oder Flachs.

Styropor ist günstig, aber weniger geeignet

Styroporplatten würden aber häufig verwendet, weil sie billig seien, sagte Beck. "Geben Sie lieber den Euro mehr für einen vernünftigen Dämmstoff aus - aber dafür leben Sie länger", riet der Experte. Auch lohnten sich bei der Wärmedämmung die Kosten für die Beratung durch einen Fachmann.




Hanf zieht radioaktive Elemente aus Böden

Neue Methoden radioaktiv verseuchten Boden wieder zu nutzen

Barcelona/Glukow (pte) (pte006/17.04.1999/10:48) - Das wichtigtste Radionuklid aus der Nuklearkatastrophe von 1986, Cäsium-137, hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren. Eine bewährte Methode, dessen Ansammlung in Pflanzen zu verhindern, ist die Anreicherung des Bodens mit reichlich Kaliumdünger: die Pflanzen nehmen dann bevorzugt das Kalium-Ion statt des Cäsium-Ions auf. Teresa Sauras Yera, Biologin an der Universität von Barcelona http://www.ub.es/ , hat einen ähnlichen Effekt mit dem einfachen Mulchen des Bodens erzielt. Diese deutlich billigere und einfachere Methode nutzen Gärtner und Bauern seit jeher, um Feuchtigkeit in der Erde zu halten und das Unkraut-Wachstum zu stoppen. Das Mulchen der Pflanzen verhindert offenbar deutlich die Verstrahlung der Ernte, während Bepflanzung mit Hanf die radioaktiven Elemente aus dem Boden ziehen soll.

Um Tschernobyl ist ein Gebiet von der anderthalbfachen Größe Luxemburgs für das Bewohnen und Bepflanzen gesperrt. In weiten Gebieten ist dort Radioaktivität noch meßbar. Vorwiegend ist die Verstrahlung zwar auf den Boden beschränkt, sammelt sich jedoch in dort angebauten Pflanzen an und macht sie ungenießbar. In Zusammenarbeit mit Kollegen in Spanien und vom "Institute of Agricultural Radiology" in Kiev untersuchte Sauras Yera den Mulch-Effekt: über drei Jahre hinweg pflanzten sie in der Sperrzone Hafer. In einem Jahr bedeckten sie die Erde mit schwarzen Polyethylen-Folien, in den anderen beiden Jahren verwendeten sie Stroh. Jedes Jahr konnten sie eine Verringerung der Radio-Cäsium-Belastung um 30 bis 40 Prozent feststellen, so das Fachjournal Environmental Science & Technology. http://pubs.acs.org/journals/esthag/

Die Forscher vermuten, daß der Mulch die Blätter und Wurzeln der Pflanzen vor radioaktiven Teilchen in Regen und Wind schützt. Allerdings sind die Verstrahlungswerte von Tschernobyl noch deutlich zu hoch, um für Menschen sicher genießbare Nahrung anzupflanzen. Untersuchungen der US-Biotechnologie-Firma Phytotech arbeiten deshalb darauf hin, die radioaktiven Ionen aus dem Boden zu entfernen. Gemeinsam mit der Ukrainischen Akademie für Agrarwissenschaften in Glukow stellte Slavik Duschenkow von Phytotech fest, daß die schnellwachsenden Hanfpflanzen dabei helfen können. Rund um Tschernobyl pflanzten sie Cannabis an, dessen Hanffasern und anderen Pflanzenteile hoch mit Cäsium angereichert waren. Allerdings scheint es, als könne diese Methode nur rund 1 Prozent des Cäsiums aus dem Boden entfernen. (wsa)

(Ende)Quelle: pressetext.austria









http://www.pressetext.com/news/20080919004


Cannabis wirkt gegen hochresistente Bakterien

Moleküle der Pflanze als Ausweg aus der Antibiotika-Misere


Rovigo (pte004/19.09.2008/06:20) - Wissenschaftler der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Cra-Cin http://www.cra-cin.it in Rovigo und der Università del Piemonte Orientale http://www.unipmn.it in Novara haben bisher unbekannte Heilkräfte der zur Gattung der Hanfgewächse gehörenden Cannabis-Pflanze aufgedeckt. Die in Zusammenarbeit mit der School of Pharmacy in London durchgeführten Labortests haben gezeigt, dass die auch als Rauschmittel genutzte Pflanze gegen hyperresistente Superbakterien eingesetzt werden kann.

"Die von der Cannabis produzierten Moleküle THC, CBD, CBG, CBC und CBN erweisen sich als wirksames Mittel gegen die besonders in Krankenhäusern verbreiteten Superbugs", erklärt der Institutsdirektor Enrico Biancardi." Das gilt insbesondere für die Staphyllokokkenstämme EMERSA-15 und EMERSA-16, die gegenüber Antibiotika äußerst widerstandsfähig sind". Beim ständigen Kontakt mit Antibiotika träten Veränderungen in deren Erbgut auf, was die Bakterien auf Dauer unzerstörbar mache. In Italien seien allein 18.000 Todesfälle im Jahr und somit mehr tödliche Ausgänge als bei Aids-Erkrankungen die Folge.

Im Verlaufe der drei Jahre dauernden Untersuchungen wurde außerdem festgestellt, dass die Cannabis-Substanzen CBD und CBG bei den gegen Penicillin besonders resistenten Bakterien die effizientesten sind. Ihre therapeutischen Eigenschaften werden neuerdings auch in Kanada genutzt, wo die Apotheken mit dem Verkauf von Cannabinoid-Mischungen zur Behandlung schwerer neurologischer Erkrankungen begonnen haben. Einzelheiten zu der Entdeckung der italienischen Wissenschaftler und ihrer britischen Kollegen wurden in der Fachzeitschrift "Journal of Natural Products" veröffentlicht.

(Ende)Quelle: pressetext.schweiz

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